Aktuelle Informationen

Jeder kann's hören! - Telefonandachten

Die Kirchengemeinde Hamm bietet Telefonandachten, die über einen Anrufbeantworter regelmäßig produziert und kommuniziert werden.
Wählen Sie einfach die Tefonnummer des Andachtstelefons 02682/96 84 45 und schon gibt's christliche Gedanken frei Haus!

Friedhofsandachten

Leider müssen die Friedhofsandachten ausfallen, als Ersatz finden am 22.11. um 10:30 Uhr und um 15:00 Uhr jeweils ein Gottesdienst in der Kreuzkirche statt.

Wir bitten für diese Gottesdienst um Anmeldung unter betzdorf@ekir.de.

Mitten im Alltag Perspektiven finden

Buß – und Bettag am Mittwoch, den 18. November.

Anhalten und Orientierung finden.

Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Ev. Kreuzkirche Betzdorf.

Der Gottesdienst wird musikalisch mitgestaltet vom

Musikteam „Freizeichen“.  Thema: „Sinneswandel“:

Gottes Gestalttherapie für unser Leben.

"Was bleibt." - Ausstellung

Am 15. November in Betzdorf: „TheAttraktion“:

Leider muss diese Veranstaltung ausfallen, wir sind um einen frühstmöglichen Nachholtermin bemüht.

Aktueller Gottesdienstplan

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

hier finden sie den Gottesdienstplan für August - Oktober 2020

Unsere Gottesdienst finden wieder als Präsenzveranstaltungen statt, in der Regel werden sie aber auch Online verfügbar sein, ist dies nicht der Fall wird dies im Gottesdienstplan explizit vermerkt.

Bitte beachten sie bei ihrem Besuch die geltenden Hygienmaßnahmen (Mund-Nase Bedeckung, Abstandsregel, etc.)

 

Brief an die Gemeinde und Gäste unserer Homepage

Liebe Gemeinde und liebe Gäste unserer Homepage! Was für Zeiten! Noch vor wenigen Wochen hätten sich die meisten von uns so etwas nicht vorstellen können! Wir werden momentan richtig durchgeschüttelt. 
(Nun folgen die drei Absätze des Briefes)

Durcheinandergeschüttelt, unser Alltag

Nach rigorosen und einschneidenden Maßnahmen war es für die meisten von uns eine große Herausforderung, den Alltag umzustrukturieren und sich auf ganz neue Abläufe und Vorgehensweisen einzustellen. Wir alle sind bemüht und damit befasst, mit den großen Veränderungen zurechtzukommen.

Irgendwie fühlt es sich immer noch unwirklich und sehr fremd an. Und für viele von uns ist es sehr belastend.
„Suchet der Stadt Bestes!" Dieses Wort aus Jeremia 29 wird hochaktuell. So sind wir alle gerufen unseren Teil beizutragen, unser Mögliches hineinzugeben in unsere herausgeforderte Gesellschaft.

Weiter unten finden Sie laufend aktualisiert eine Sammlung zu Hilfen, Neuordnung und Bewältigung des veränderten Alltags.

Das sind praktische Alltagshilfen, Hinweise auf Vorhandenes oder Entstehendes, z.T. aus unseren gemeindlichen Reihen, z.T. in Stadt und Verbandsgemeinde, mit denen wir als Christenmenschen kooperieren und wo wir uns einbringen.
Lasst uns das Gute fördern und unterstützen mit dem, was wir haben. Das ist bei jedem und jeder von uns verschieden, ob es Zeit, Geld, Kreativität, Kräfte oder das offene Ohr oder das einfühlsame Herz ist. Setzen wir unter Berücksichtigung der veränderten Alltagsbedingungen und Vorsichtsmaßgaben ein, womit der Herr uns beschenkt hat!
Und es gibt einen großen Schatz, den wir alle miteinander haben und der garantiert virenfrei ist: Das Gebet und damit die Verbindung zu dem, der die Welt in Händen hält. Jeremia schreibt: „Suchet der Stadt Bestes (…) und betet für sie zum Herrn! 

 

Durcheinandergeschüttelt, auch unser Gemeindeleben

Die Kirche Jesu Christi lebt davon, dass Menschen sich um Gottes Wort versammeln und ihr Miteinander als Gemeinschaft mit unterschiedlichen Aufgaben und Formen des Zusammenkommens in der Gemeinde gestalten. Einander die Liebe Christi zeigen und miteinander Gott loben in Begegnung und Zusammenkommen.
Das alles ist zur Zeit nicht mehr möglich. Auch die Kirche unterliegt selbstverständlich den Versammlungsverboten und Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch die Konfirmationen müssen verschoben werden.
Doch auch unter diesen Bedingungen bleiben wir Kirche Jesu Christi. Kirche in Gemeinschaft unter Segen und Leitung des Höchsten!

Weiter unten finden Sie laufend aktualisiert, wie wir auch ohne räumliches Zusammenkommen verbunden bleiben: Angebote zur Neuordnung von Gemeindeleben und christlicher Gemeinschaft. Seien Sie herzlich eingeladen, die Kraft und Ermutigung dieser Art der Verbundenheit zu erleben. Ihr unsichtbarer Draht führt einmal zum Himmel und zurück zu uns allen! So gehen wir trotz räumlicher Trennung gemeinsam durch diese Tage!

Durcheinandergeschüttelt, auch unser Glaube?

Macht das auch etwas mit unserem Glauben, wenn wir in den Möglichkeiten, christliche Gemeinschaft zu pflegen so stark eingeschränkt sind?
Kommen uns aktuelle Glaubensfragen, wenn wir erleben, wie unsere Welt auf bisher nicht erlebte Weise erschüttert wird von Bedrohung, Not und Leid?
Brauchen wir neue Glaubenshilfen, wenn wir aus Alltagsgewohnheiten herausgerissen sind und die Gefahr so präsent ist?
Welche Fragen, Zweifel, Sorgen, Ängste nagen derzeit an unserem Glauben, am Gottvertrauen, an unseren geistlichen und seelischen Grundfesten?
Gibt es biblische Hilfen, Hinweise, Texte die in unsere Situation hineinsprechen können als lebendiges Gotteswort? Sprudelnde, belebende Quellen des Glaubens?

Weiter unten finden Sie laufend aktualisiert eine Sammlung, Texte, Gebete – unsere geistliche Vorratskammer in diesen Zeiten der Entbehrung und Anfechtung
Das ist eine Sammlung unter verschiedenen Gesichtspunkten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit UND: gedacht zum Ergänzen:
- Was hat Sie in den letzten Tagen und Wochen angesprochen?
- Was tat Ihrer Seele gut?
- Worin haben Sie sich wiedergefunden?

Schicken Sie es uns (per mail an anja.karthaeuser(ät)ekir.de oder an unser Büro betzdorf(ät)ekir.de oder per Post Gontermannstraße 26 in 57518 Betzdorf)
Lassen Sie uns in diesen schwierigen Zeiten auch geistlich füreinander da sein!

Wir grüßen Sie mit Worten aus dem Lied von Dietrich Bonhoeffer, das zur Zeit vielerorts gerne gesungen wird:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser und Pfarrer Heinz-Günther Brinken

 

Zum Schluss grüßen Sie mit Worten aus dem Lied von Dietrich Bonhoeffer, das zur Zeit vielerorts gerne gesungen wird:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser und Pfarrer Heinz-Günther Brinken

Brief an unser ausländischen Gemeindeglieder und Mitbürger

Liebe Mitmenschen aus anderen Ländern, vor allem: Liebe Geschwister in Jesus Christus!
Corona-Krise. Für alle ist es eine schwere Zeit. Für Euch ist es eine besonders schwere Zeit. Ich denke viel an Euch und bete für Euch und Eure Familien!

Viele Christen erleben gerade jetzt: Das Wort Gottes ist lebendig! Mit seinem Wort spricht Gott zu uns. Ganz neu, ganz aktuell! Corona ist bedrohlich. Das kann Angst machen.
Darum möchte ich Euch zuallererst Mut machen mit einem Vers aus Psalm 27:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
... (der Brief geht noch weiter) 

Hier könne Sie den Brief in gesamter Länge downloaden
Brief an Geflüchtete für HP.pdf (5,3 MiB)

Alltagshilfen

Hier finden Sie Informationen, wenn Sie Hilfe im Alltag brauchen. 

Ich brauche Hilfe/ Ich möchte helfen

Wer aus unserer Gemeinde braucht Hilfe? 
(ob beim Einkaufen, für Besorgungen jeder Art, beim Hund ausführen oder bei der Kinderbetreuung oder anderem)
Wer aus unserer Gemeinde möchte gerne helfen?

Für beides möchten wir verweisen auf das gut funktionierende System unserer Verbandsgemeinde: Sie greift hierzu auf ein zum großen Teil schon bestehendes System der Vernetzung zurück, hat es für den neuen Bedarf ausgebaut und bietet allen an, sich dorthin zu wenden. Hier die Hinweise, die auch in Mitteilungsblatt und anderen Medien bekanntgegeben werden. Sie schreiben, dass es zwei Wege gibt:

  • Telefonisch:
    Täglich zwischen 10-12 Uhr (Montag-Freitag) unter der folgenden Telefonnummer: 02741/291-290. Wir vermitteln den Kontakt zu einem freiwilligen Helfer, der unterstützen möchten (aus der DorfFunk-App oder an die Ansprechpartner bei den Ortsgemeinden).

  • Per DorfFunk-App:
    In der App kann man sich auszutauschen, Hilfe anzubieten oder Hilfe zu suchen. Man kann, wie bei WhatsApp auch, Gruppen gründen und sich dort organisieren (Vorteil: Man hat nicht automatisch die Nummern von allen Gruppenmitgliedern und es gelten die europäischen Datenschutzrichtlinien).
    Weitere Infos zum DorfFunk:

    Diese App ist bei unserer Teilnahme am Projekt „Digitale Dörfer“ entstanden – in der App können Bürger:innen ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen oder einfach nur zwanglos miteinander plauschen. Da auch die Neuigkeiten aus unserem Nachrichtenportal www.bg-aktuell.degezeigt werden, bleibt man dabei immer auf dem Laufenden.

    Wir haben mit dem „Sag’s uns“-Kanal auch einen direkten Zugang zur Verwaltung aufgemacht: Bürger:innen können Vorschläge, Wünsche oder Mängel direkt an die Gemeindeverwaltung senden und wir bearbeiten diese intern kollaborativ.
    Die App kann man ganz einfach bei Google Play (für Android-Geräte) oder im App-Store (für Apple-Geräte) runterladen, danach wählen Sie Ihre Gemeinde aus.
    Zur Hilfestellung gibt es zusätzlich auf YouTube Erklärvideos zum Einrichten und Umgang mit der App – man gibt einfach „DorfFunk“ in der Suche ein.
    Bei allen Fragen, zur App oder anderen Dingen, können Sie sich an uns wenden – wir helfen Ihnen gerne weiter: 02741/291-124 (Sascha Hensel) oder -125 (Sarah Brühl). Gerne auch per Mail unter sascha.hensel@vg-bg.de oder sarah.bruehl@vg-bg.de.

Bitte, weisen Sie unsere hilfsbedürftigen Gemeindeglieder darauf hin!

Und schön, wenn wir christlich Flagge zeigen, indem wir uns selbst engagieren und in unserer Stadt und unseren Ortschaften einbringen, Not zu lindern!

Weitere Hilfsangebote

Nähen gegen das Virus
Auf Initiative von Gisela Steffens und Karl-Heinz Striegl hat der Krea(k)tivkreis Atemschutzmasken für unsere ökumenische Diakonie-Sozialstation genäht.
Weitere Nähmaschinen-Kundige aus der Gemeinde sind hinzugekommen, ebenso wie weitere Aufgaben: Atemschutzmasken auch für andere Einrichtungen, Kittel für andere Einrichtungen.

Wer noch mitmachen möchte, melde sich gerne bei Gisela Steffens Tel 24121

Wer kann noch Schrägband zur Verfügung stellen? Bitte melden!

 

Für Flüchtlinge, unsere Geschwister im Herrn aus anderen Ländern:

Hier findet Ihr die aktuellen Regeln und Gesetze für Deutschland in euren Muttersprachen:

https://www.saechsischer-fluechtlingsrat.de/de/2020/03/16/mehrsprachige-hinweise-corona-sprechzeiten-des-sfr-fallen-aus/
Manche Regeln sind in den Bundesländern verschieden.  Da müsst ihr unter "Rheinland Pfalz" suchen.

Allgemein:
Wenn Sie darüberhinaus noch Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Hauptamtlichen, '
Pfarrer Heinz-Günther Brinken 23680,
Pfarrerin Anja Karthäuser 9382450  
Jugendleiter Ecki Weiss 973061 
wir suchen mit Ihnen nach Lösungen und vermitteln Hilfen!

 Alle Kontaktdaten finden Sie hier: Kontaktdaten 

Angebote im digitalen Gemeindeleben

Wir müssen nun alles digital erledigen. Hier versuchen wir dem einigermaßen gerecht zu werden. 

Gottesdienste, Andachten

Seit dem 21.06. feiern wir wieder Präsenzgottesdienste. Die meisten davon werden auch weiterhin live übertragen:  

Hier finden Sie die aktuellen und auch die vergangenen Gottesdienste. 

Es gibt auch eine große Vielfalt an anderen Orten: Suchen Sie sich, was für Sie passend scheint! Hinweise finden Sie die über die Kirchenkreis-Homepage www.kk-ak.de und auf der ekir-Homepage unter folgendem Link: https://news.ekir.de/inhalt/gottesdienste-werden-jetzt-digital-gefeiert

Seelsorge und Beratung gerade in dieser Zeit:

Fällt Ihnen die Decke auf den Kopf?
Macht Angst sich breit? Oder Einsamkeit?
Bedrückt Sie die Sorge um Menschen, die Ihnen nahestehen?
Fällt es Ihnen schwer, den Alltag neu zu gestalten?
Belasten die eingeschränkten Freiheiten Ihr Familienleben?
Quälen Sie dustere Gedanken und Befürchtungen?
Lassen Fragen nach Gott und Ihren Glauben Sie nicht los?
Fehlen Ihnen die Worte für ein Gebet?
Wissen Sie manchmal nichts mit sich anzufangen?
Grübeln Sie über Sinnfragen?

Wir als Ihre Pfarrer/in stehen Ihnen für Gespräche, Seelsorge und Beratung bereit:
Pfarrerin Anja Karthäuser, 02741/ 9382450, anja.karhaeuser@ekir.de und
Pfarrer Heinz-Günther Brinken, 02741/ 23680, hgbrinken@gmx.de

Haus- und Geburtstagsbesuche durch unseren Besuchsdienst

Die Haus- und Geburtstagsbesuche durch unseren Besuchsdienst müssen natürlich und leider ausfallen – wir möchten niemanden gefährden. Unsere Segenswünsche übermitteln wir Ihnen dennoch: per Telefon oder Postkarte möchten wir bei Ihnen sein. So können wir gerade jetzt die besonderen Tage in Ihrem Leben teilen und Anteil nehmen an der Freude, aber je nachdem auch an Last und Leid. Wir vom Besuchsdienstkreis und Ihre Pfarrer/In sind weiterhin für Sie da!

Haben Sie Wünsche an uns? Möchten Sie uns etwas mitteilen? Bitte melden Sie sich bei Koordinatorin Pfarrerin Anja Karthäuser, 02741/9382450 Innerhalb der 14. Kalenderwoche (= die Woche bis zum 5. April) bekommen alle Freudenpäckchen-Empfänger einen „Trostbrief“ von uns.

Sollte bei Ihnen versehentlich keiner angekommen sein, melden Sie sich bitte unter 02741/ 22231

Vielleicht sind Sie kein Freudenpäckchen-Beschenkter, aber denken dennoch: „Ein solcher Brief könnte mir guttun.“ Gerne bekommen Sie auf Anfrage ebenso einen!

Wir sind für Sie da

Wir müssen Abstand halten und soziale Kontakte reduzieren. Und doch sind wir für einander da. In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiter möglich, nur in anderen Formen, die wir nach und nach entwickeln.

Die Türen unserer Gemeindehäuser und des Gemeindebüros sind zwar bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen, aber wir sind weiter für Sie da!

Telefonisch und per Mail stehen wir zur Verfügung. Bescheinigungen werden per Post oder Mail verschickt.

Kontaktdaten finden sie hier: Kontaktdaten

Gedanken, Texte, Gebete

Liebe Gemeinde,
An dieser Stelle versuchen wir geistliche Impulse zu veröffentlichen.
Wir hoffen damit, eine Hilfe zu geben, um in dieser besonderen Zeit geistlich frisch zu bleiben. 

Herzliche Einladung, sich im Gebet und Glauben mit uns zu vereinen!
Herzliche Einladung, Sorgen und Nöte, aber auch Ermutigendes und Aufrichtendes zu teilen!

Wenn Sie mögen, schicken Sie uns Ihre Ergänzungen!  
Kontaktdaten

Aktuelle Andacht (KW48)

Vorsicht, Eilig Abend

Nein es ist kein Druckfehler. Ein Versandhaus – Katalog hatte vor einigen Jahren  so zum Tempo gemahnt. Damit ja nur zum Heilig Abend alle Geschenke bestellt und schnell geliefert sind.  Es weihnachtet also schon jetzt. Da muss es anscheinend schnell genug gehen mit Schnäppchen, Terminen bis zum Tag X. Alle Jahre wieder. Das lese ich einen Satz – da hat Gott es auch eilig: „Siehe ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf. Erkennt ihr´s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“ ( Prophet Jesaja, Kapitel 43)   

Dieser Satz wurde zum ersten Mal ausgesprochen Jahrhunderte bevor Jesus geboren wurde Da hatte Gott bereits angefangen sein Kommen in unsere Welt vorzubereiten. Diese Vorbereitung hat die Überschrift „Advent“ = „Ankunft“. Knapp 4 Wochen Zeit, um auch einmal eine Auszeit zu nehmen und zum Nachdenken. Über die Ankunft Gottes in unserer Welt.  

Vor ein paar Jahren hatte dazu im Mitteilungsblatt notiert: „Nur – mit Eile – lässt sich das Geschenk Gottes und die neue Lebensperspektive nicht entdecken.  Hilfreich: 1 Termin pro Woche streichen. Pro Tag 15 Minuten zuhause mal nichts tun. Kerze an, Nachdenken, Bibellesen, versuchen zu beten“. Ungewollt sind nun in diesem für uns einige Termine gestrichen. Vielleicht ist das ja eine Chance.

Heinz-Günther Brinken

Klobürsten kaufen oder Glaubenskraft empfangen?

Man könnte auch Ravioli-Dosen und Kernseife hamstern oder auf andere verrückte Ideen kommen. Meldung in SWR3 vom 26.März: Eine Frau in Bergneustadt durfte im Supermarkt nur eine, statt 4 Großpackungen Klopapier kaufen. Die Dame rastete vollkommen aus, blockierte das Kassenband und musste schließlich von der Polizei in Handschellen abgeführt werden.
Gerade solche Krisen wie „Corona“ können deutlich machen „wessen Geistes Kind“ Menschen sein können: Getrieben von Eigensinn, Phantasien und Raffgier. Oder ganz anders: Mit unserem Leben ein Licht der Hoffnung sein für andere und für uns selbst.
Und dafür gibt es viele andere Beispiele bei uns, in der Region. Und auch wie am letzten Donnerstag in der gleichen Meldung bei SWR 3: Fachleute aus Medizin und IT-Branche stellen ihre 3D-Drucker zur Verfügung. Damit kann dann in großen Stückzahlen Zubehör für Atemmasken hergestellt werden

Wie bekommen und wie behalten wir eine positive Lebenseinstellung?

Auf wen verlasse ich mich in meinem Leben? Gerade auch jetzt. Im Frühjahr 2020. Wo empfangen wir Glaubenskraft? Im 4.Buch Mose wird uns eine lebensbedrohende Krise für das Volk Israel erzählt. Feuerschlangen waren aufgetaucht und hatten tödliche Bisse. Doch Mose fertigte nach Anordnung von Gott eine Schlange aus Eisen an und steckte sie auf eine lange Stange. Und wer auf diese Schlange nach oben schaute, wurde gerettet.

Jesus Christus hatte diese Geschichte aufgegriffen und dazu im Blick auf seine Person folgendes gesagt:

„So wie Mose in der Wüste die Schlange erhoben hatte, so muss der Menschensohn erhöht werden. Damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,14-15)

Mit „Menschensohn erhöht“ ist Jesus gemeint. Gekreuzigt am Karfreitag und Auferstanden an Ostern. Im Blick unserer Herzen auf ihn empfangen wir Glaubenskraft. Zugleich schenkt uns Gott den heiligen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Und damitwünsche ich euch gerade jetzt Bewahrung und Frieden in Jesus Christus.

 

Heinz-Günther Brinken

Fürbittengebet

Herr,
wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte, tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind. Für alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht beten wir.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du die Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Pandemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir.

Danke.
Amen.

Gebet "Update"

 

Manchmal steht ein update für Dich bereit.
Fahre Dich in den Ruhezustand
Schließe alle Anwendungen.
Sorge für eine ausreichende Energieversorgung.
Die neue, bessere Version deines Lebens wird geladen.
Dieser Vorgang kann dauern.
Manchmal einen Augenblick,
manchmal 40 Tage
manchmal ein ganzes Leben.

Wir beten:
Gott, lehre uns bedenken:
- Geld ist nicht die Lösung
- Das wahre Leben ist keine Ware, die man kaufen kann.
- Dich zu suchen, ist leicht: Denn Du suchst uns.
- Täglich.

Im Gottesdienst im Februar 2018 gehört:
Text frei nach „Wandeln. Mein Fastenwegweiser 2018“ von www.anderezeiten.de

 

Gebet "Seltsam"

Seltsam, Herr, diese Ruhe um uns herum, die plötzlich eingesetzt hat. Hereingebrochen über unser Land, auf unseren Straßen, in unserer Stadt. Und geblieben ist. Nun schon viele Tage.

Irgendwie gespenstisch. Irgendwie auch wohltuend.
Ich höre in sie hinein.
Kann es sein, himmlischer Vater, dass sie da ist, damit wir neu lernen zu hören?
Aufeinander? Auf Dich?

Ist diese neue Situation ausschließlich ein großer Schrecken, Not, Bedrohung – oder ist sie auch eine große Chance innezuhalten?
Neu hören. Aufeinander.
Welchen verborgenen Wunsch haben wir übersehen?
Welchen stummen Schrei ließen wir ungehört verhallen?
Welches zum Himmel schreiende Unrecht ließ uns unberührt?

Neu hören. Auf Dich, Herr. Was willst du uns sagen?
Welche tiefe Wahrheit verdeckte unser Alltag mit Oberflächlichkeiten?
An welchen Zeichen des Himmels eilten wir in Alltagshektik vorüber?
Welche wertvollen Worte von Dir übertönte unser pausenloses Kommunizieren?
Welche Erweise Deiner Liebe nahmen wir in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht wahr?

Herr, wir sind auch schuldig geworden. Das tut mir leid. Vergib uns.
Auf deine befreiende Vergebung will ich vertrauen.
Hilf uns zu einem Neuanfang, zu einem neuen Morgen, auf das ich mich jetzt schon freue.
Zeig uns: Du kannst auch aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen.

Ich danke Dir, dass Du gerade auch in und durch diese Katastrophe hindurch bei uns bist! Amen.

Gebet "Staunen"

Herr, ich staune:

  • über die große Hilfsbereitschaft vieler Menschen, Initiativen, Organisationen, Einrichtungen

  • über Großherzigkeit und Großzügigkeit vieler an vielen Orten

  • über die Vielfalt an kreativen Ideen und flexiblen Wegen der Umsetzung

Herr, ich staune über dich,

  • der Du das alles durch Jesus Christus vorgelebt hast,

  • der Du die Liebe in die Herzen der Menschen gegeben hast,

  • der Du uns Menschen beauftragt hast, Deine Liebe in der Welt zu leben

Tausend Dank, Du großartiger Gott!

Amen.

Text: "Raum der Stille in mir"

 

Ich weiß es. Jesus Christus schafft diesen Raum. Er ist heilig und schützt mich. Alle anderen Stimmen verstummen. Keiner zerrt an mir.
In diesem Raum. In Christus
Ich werde still. Alles was ich will (Pläne, to do) bleibt außen vor.
Ich bin
In diesem Raum der Gnade und des Friedens. Keiner wertet, keiner verurteilt.
Hier bin ich frei. Schweres wird leicht, Hartes wird weich. Ich werde reich beschenkt, gelenkt. Mitten im Leben.
Geborgen in Stärke, die niemand mir geben und nehmen kann.
Christus fängt jeden Tag für mich an.
Und wenn ich wieder geh aus diesem Raum, dann weiß ich:
Hier stehe ich. Dann gehe ich mitten ins Leben.
Und nehme ein Stück mit - den Raum der Stille in mir.

(Meditation mit Text von Daria König (CD „Ich werde still“ Gerth Medien)

Segen

Gott ist unter mir und trägt mich.

Gott ist vor mir und führt mich.

Gott ist über mir und segnet mich.

Sǿren Kierkegaard

Lernen von Elia

Der Prophet Elia ist verzweifelt. Er fürchtet um sein Leben.

Davon erzählt die Bibel in 1. Könige 19. Und dann erlebt er, wie Gott ihn stärkt und ermutigt, so sehr, dass er eine 40-Tage-Reise bewältigt! 1. Könige 19, die Verse 5-8

Für langes Durchhalten in bedrohlicher Situation:
Rufe Gott an und rechne mit seiner Hilfe!

Doch die Todesangst Elias bleibt.
Gott, wo bist du?
Da begegnet er Gott! Aber Wo ist Gott?
Nicht im Sturm und Lärm. Sondern im „stillen, sanften Sausen“! Verse 11-13
In der Stille ist Gott!

Sucht Gott in der Stille und begegnet ihm!

Nach dieser Begegnung geht Elia getrost seinen Weg, mit neuem Auftrag in eine neue Zukunft.
Geht die neuen Wege getrost! In eine neue Zukunft, vielleicht mit einem neuen Auftrag.

Ältere Veröffentlichungen

Ab hier finden Sie Veröffentlichungen, der letzten Wochen und Monate, Evtl. ist ja noch das eine oder andere dabei was Sie interessiert. 

Andacht KW46

Betzdorf, Mittwoch, 18.November 2020: Sinneswandel!

Ob nun Lockdown light oder Bordsteinkannte, dort können Sie ins Stolpern kommen. Da waren Sie gerade so schön unterwegs und dann sind Sie gestolpert: „Mensch, ich wollte doch eigentlich …“ Kursänderung und zurück.  Jetzt steht die Gelegenheit zum Stolpern sogar im Kalender am 18.November: „Buß- und Bettag“. Heute in Sachsen, früher im ganzen Bundesgebiet war er ein gesetzlicher Feiertag. Dieser Feiertag fiel 1995 ausgerechnet dem Denken zum Opfer, gegen das er ein Zeichen setzen will. Die neue Pflegeversicherung sollte die Profite der Unternehmen nicht schmälern. Also wurde aus diesem Feiertag ein Arbeitstag:

Effizienz gesteigert, Gesellschaft optimiert. Die Buße will genau das Gegenteil. Leider ist Buße vielen nur bekannt als eine von außen auferlegte Strafe. Im Denken der Bibel ist allerdings diese Bedeutung gültig: „Sinneswandel“, Umorientierung“. Auch wenn dieser Tag zum Arbeiten da ist, bleibt doch das Anliegen: Besinnung, Innehalten und Gedenken an persönliche oder gesellschaftliche Irrtümer. Debei werden wir daran erinnert: Nicht der Mensch schafft das Gute, sondern allein Gott durch Jesus ist das Gute. Die Hinwendung zu Gott, das feiern wir an diesem Tag. Mitten im Alltag: Herzlich willkommen zum Gottesdienst in der Ev.Kreuzkirche Betzdorf. Mittwoch, 18.11., 10.30 Uhr.  Bitte melden Sie sich bis zum 17.11. unter 22231 (Büro) für den Besuch an, damit Ihnen ein Platz sicher ist.  Sinneswandel lohnt sich: Gesegnet ist der Mensch, welcher sich auf Gott den herrn verlässt. (Jeremia 17,7)

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW45

Lockdown oder Gelassenheit?

„Weggenommen ist aller fröhlicher Gesang, die Stimmen des Brautpaares, das Geräusch des Mixers und das Licht der Lampe.“

Ist das die Corona-Ansage für den November? Nein. Der Satz ist nachzulesen in der Bibel, Altes Testament, Prophet Jeremia im Kapitel 25. Solche Zeiten gibt es halt auch. Was ist zu tun oder zu lassen? Auf jeden Fall nicht nach der Methode „Zähne zusammenbeißen“. Sondern so: Ich hole tief Luft,  halte inne und ich denke an ein Versprechen, das Gott  im Neuen Testament  gegeben hat:: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. So steht es im Neuen Testament::.2.Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7. Das kann ich mir von Gott schenken lassen. Jeden Tag neu.

Heinz-Günther Brinken

 

Andacht KW44

Herbst – jeder Zentimeter zählt

Das klingt fast wie Werbung für Winterreifen. „Jeder Zentimeter zählt“. Warnung vor Sorglosigkeit.

Der Herbst selbst warnt vor falscher Sorglosigkeit durch die „Boten“ und Stimmungen, welche er mitbringt. Dann aber geht es nicht um Winterreifen, sondern um Ihr Leben. 

Nebel! Nass! Volkstrauertag! Sturm! Depression! Friedhof!  Totensonntag!

Ein Zufall? Diese Ansammlung von dunkel gefärbten Begriffen und Stimmungen in diesen Tagen. Jahr für Jahr erinnert diese Jahreszeit eben auch an die Tatsache unseres Sterbens.

Alles das wirft damit die Frage auf: was ist mein Leben wert? Herbst und die alljährliche Frage nach dem Sinn des Lebens.   Das "Wort "Sinn" meint: Lebensfundament, Geborgenheit.

Aber es gibt auch Antworten, zum Beispiel diese hier:

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab, damit alle die ihm vertrauen nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben." (Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 16)

Hier werden Sie eingeladen zum einem Vertrauen, welches Sie keinen Euro kostet. Allerdings ist solches Vertrauern ist nicht „billig“: Es erfordert Bereitschaft zum Mitdenken, Lebensveränderung durch die Worte von Jesus, neue Prioritäten in der Lebensgestaltung.  Aber dies Vertrauen auf Jesus Christus bringt grenzenlose gute Auswirkungen und Lebensrettung für Sie. Was Sie als nächstes tun können? Informieren! Zum Beispiel dort, wo Christen zusammenkommen.. Näheres finden Sie in diesem Mitteilungsblatt. Jede Info zählt!.

 Heinz-Günther Brinken

Andacht KW43

Die Zukunft trotz Zeitmangel gewinnen: heute!

Im  Dezember  merken wir es endgültig:  wo ist die Zeit geblieben? Nicht nur wegen Weihnachten, das wieder so schnell kommt. Die Karnevalisten z.B. haben eine sehr kurze Session, in zwei Monaten ist schon alles vorbei, da müsste man fast noch ein karnevalistisches Weihnachten konstruieren. Egal wie, ob im Blick zurück oder nach vorne:   die Zeit rennt uns davon, oder?

Auffallend: Gott unser Schöpfer hat uns vor allem mit Wahrnehmungssinnen für die Gegenwart ausgestattet. Die Zukunft? Das eine oder andere müssen wir sicher vorplanen und vorsorgen. Aber tatsächlich bleibt uns die Zukunft verschlossen.

Und das ist gut so. Wenn Sie im Voraus wüssten  welche Nöte und Probleme sie erwarten, dann wäre damit Ihre Gegenwart belastet. Die Angst vor der Zukunft würde Sie lähmen.

Die Zukunft gewinnen Sie also heute – Im Blick auf die Güte Gottes. Im Psalm  37 wird das so gebetet: „Vertraue – heute! - Gott dem Herrn deine Lebenswege an, er wird es wohl machen“.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW42

Haben Sie schon einmal für US-Präsident Trump gebetet?

Ist das eine Gewissensfrage? Keine Sorge, ich frage Sie jetzt nicht, was und worum Sie gebetet haben… Der Herr weiß es und bei ihm sind alle Gebete gut aufgehoben. Aber manchmal sind wir selbst ein wenig ratlos. Was soll man da beten? Zum Glück gibt es keine Vorschriften, keinen Zwang. Aber eine Orientierung gibt es: Im Neuen Testament geschieht das Beten stets „im Namen Jesu Christi“! Ich bete dann also etwas, von dem ich glaube: Dahinter würde sich Jesus stellen. Er würde sich diese Sache als Gottessohn zu eigen machen, bzw. es wäre sein eigenes Anliegen. Etwas, von dem ich meine, dass er dies aus vollem Herzen vor Gott Vater bringt. Jesus, unser Fürsprecher. 

Und wenn „der Fall“ dennoch kompliziert bleibt? Wenn ich eigentlich gar nicht so recht weiß, was Jesus wohl dazu sagen würde? Dann bietet das DIE Gelegenheit, einmal das ganze Vertrauen auf Gott zu werfen: Herr, ich vertraue Dir meine Gedanken und Gefühle an, auch meine Ratlosigkeit – Du wirst schon das Rechte zu tun wissen. Herr, dein Wille geschehe! Amen.

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW41

Schlecht oder echt gefragt?

Da stehen kluge und frommen Männer herum und führen eine hitzige Diskussion. Mittendrin Jesus. Ihn wollen sie mit spitzfindigen Fragen aufs Kreuz legen.

Es ging sogar richtig fromm zu. Aber belanglos, zumindest teilweise, war es trotzdem. Da wurden - sinngemäß - Fragen gestellt wie diese hier:

Darf man Steuern zahlen und wenn ja, warum nicht? Gibt es Auferstehung der Toten und wenn ja, warum nicht?

Einer der Männer hat aber dann doch den Durchblick und stellt die richtige Frage: Was ist das höchste und wichtigste Gebot?

Das ist übrigens bis heute der erste richtige und wichtige Schritt für unser Leben: die richtigen Fragen stellen.

Dann gehört das zweite natürlich dazu - die Antwort. Wo finden wir die? Ganz einfach: Jesus macht es vor. Er schlägt die Bibel auf und wiederholt, das, was Gott vor langer Zeit uns Menschen als Lebenskonzept vorgegeben hat:

"Du sollst Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft." "Liebe deinen Nächsten, so wie du dich selber liebst". So provozierend einfach ist die Sache. Denn das Leben ist schon kompliziert genug oder?

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW40

Wie gewonnen so geronnen?

Was haben Sie in diesem Jahr bisher geerntet?  Ich denke, Sie merken direkt, dass auch Nicht – Gartenbesitzer eine Ernte haben: Projekte die gelungen sind, natürlich der Verdienst . Wie würde Ihre Bilanz für 2020 zu diesem Zeitpunkt wohl aussehen?

Nun gibt es für diese Bilanz einen Strich durch die Rechnung. Und die sieht so aus:

„Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und nehme doch Schaden an seiner Seele?“ (Jesus im Matthäusevangelium, Kapitel 16)

Gewinnen , wer will das nicht und  warum nicht ?  Aber „die  ganze Welt“? Wer will das schon? Oder müsste es vielleicht so heißen: „meine ganze Welt“? 

In diesem Satz von Jesus geht es um dieses:  Fragen nach Werten, die ein für alle Mal zählen.  Die Welt (und das was wir dafür halten), in der wir so leben, kann  nicht einfach so hingenommen werden wie ist. Und erst recht nicht ihren Verlockungen erliegen.  Darum ist diese Satz eine Einladung: Wissen was in der Bibel steht, Zusammenhänge zwischen Mensch und Gott begreifen. Dann können Sie - nur so! - gewinnen. 

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW39

Alle guten Dinge sind drei

Eher unwahrscheinlich: sie packen Ihr Schnäppchen vom Möbelmitnahmemarkt aus: ein Beistelltisch mit drei Beinen. Sie schrauben und schrauben, aber wenn das dritte Bein fehlt können Sie den Tisch vergessen. Es gibt viele Beispiele, wo die „drei“ wichtig ist, z.B. Wasser erscheint in Zuständen: fest als Eis, gasförmig als Dampf und unsichtbar in der Luft die wir atmen und dann so wie wir es trinken oder davon nass werden. Wie gesagt: alle guten Dinge sind drei.

Der Glaube der Christen spricht davon dass Gott in dreifacher Weise für uns da ist. Diese Aussage ist für manche andere Religionen anstößig und für den menschlichen Verstand gedanklich schwer nachvollziehbar. Der eine Gott soll zu dritt sein und die drei dann doch eins - wie soll das gehen?  

Antwort es geht! Warum und wie, diese Sorge können wir Gott überlassen. Auf jeden Fall handelt Gott in dreifacher Weise für uns.  Gott der Schöpfer hat uns die Welt überlassen dass wir aus ihr und für sie verantwortlich leben und den Sinn des Lebens finden. Durch Jesus Christus ist Vergebung  von Schuld uns angeboten und dem Tod der Kampf angesagt.. Im Heiligen Geist bewirkt Gott die Kraft des Glaubens und schenkt Mut und Besonnenheit.  

Dreifach also ist Gott für uns da. So einfach ist das.In jedem Gottesdienst

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW38

„Es sind noch Plätze frei!“

Was löst dieser Ruf bei Ihnen aus? Welche Gedanken kommen Ihnen dazu in den Sinn? Vielleicht ein bitter-süßes: „Klar, geht ja nicht anders. Die müssen ja derzeit frei bleiben...“ Oder ein resigniertes: „Frei ja – aber abgesperrt.“ Oder das Gegenteil: „Sollen sie doch frei bleiben – ich muss nicht dabei sein.“

„Es sind noch Plätze frei!“ Das gefiel dem Komiker Dieter Hallervorden gar nicht, als er seinen 85. Geburtstag mit seinem neuen Theaterstück festlich begehen wollte. Kurzerhand setzte er Puppen auf die abgesperrten Sitze. Der Berliner Theatersaal wurde zu einem deutlichen Zeichen: Liebe Menschen, die ihr nicht dabei sein könnt, ich vermisse euch!

Didi spielt in dem Stück Gott, den großen Schöpfer – ein ganz besonderes Theater.

Stellt Euch vor, in unserem Lebenstheater, das sich mal wie ein Affenzirkus anfühlt und mal wie ein gediegenes Opernhaus, spricht Gott in der Hauptrolle: „Es sind noch Plätze frei!“ Sicherlich würde er fortfahren: „Es sind noch Plätze frei – in meinem Herzen! Ich vermisse Euch! Ich lade Euch ohne Abstandsregeln und Beschränkungen ein! Schnellstes Transportmittel, ohne Maskenpflicht: euer Herzensgebet!“

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW37

Hey, Du!

Keine Reaktion.

Hallo Klaus!

Aah, jetzt reagiert er. Beim Namen gerufen.

Ein erstaunter Ausruf ist zur Zeit (neu?) in Mode gekommen: „O mein Gott!“ oder zumeist bei den jüngeren: „Oh, my God!“ Beim Namen gerufen?? Gott horcht auf, reagiert – und erfährt oft nur Funkstille…leider…

Dabei kann es gerade in schwierigen Zeiten so gut tun, Gott beim Namen zu rufen!

Und Sie haben die Auswahl: Die Bibel zeigt, dass Gott viele Namen hat. Das Schöne ist: Mit jedem Namen bringen wir persönlich etwas zum Ausdruck. Hier ein paar Beispiele: „Gott unser Schöpfer“: Ich bekenne, dass er sich jeden in seiner Einzigartigkeit erdacht hat und uns das Leben und das Leben um uns geschenkt hat. „Herr des Himmels und der Erde“: Sein Zuständigkeitsbereich endet nicht am Kirchzaun. „Du Barmherziger“: Es heilt meine Seele, wenn da jemand ist, der mit mir in meiner Not mitfühlt. „Du Lebendiger“: Im Gegensatz zu unserer eigenen Vergänglichkeit ist da einer, der seine Lebenskraft auf immer in und für diese Welt einsetzt – auch für mich. „Herr, mein Fels, meine Burg“: Bei ihm finde ich Halt und Schutz. 

Mit jedem Namen bringen wir persönlich etwas zum Ausdruck. Die Beispiele verraten noch mehr: In jeden Namen legen wir unser Vertrauen und unsere Hoffnung, unser Staunen, unsere Dankbarkeit oder unsere Freude. Je nachdem, was wir damit verbinden.

Einer dieser Namen ragt heraus, denn mit ihm ist eine ganze Fülle von Glaube, Hoffnung und Liebe verbunden: Jesus Christus. Überlegen Sie einmal, woran Sie bei diesem Namen denken und dann rufen Sie IHN. Und wundern Sie sich bitte nicht, sondern freuen Sie sich, wenn in Ihrem Leben auf diese Weise Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen!

Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

 

 

Andacht KW36

Was kommt auf uns zu? Oder wer?

Haben Sie schon Ihren Kalender für 2021?  Ich habe ihn bereits; vielleicht wird er schon bald benutzt. Denn das Jahr 2021 kommt sowieso, auch wenn die Unsicherheit über das Kommende groß ist. Denn unser Leben besteht nicht nur aus einer Kette von Zufällen, welche uns dann irgendwann überraschen. Wir haben Verantwortung für andere Menschen und für uns selbst. Darum ist das Leben ist eine Gestaltungsaufgabe, natürlich mit Herz und Verstand. Und der Terminkalender gehört dann auch dazu.  Trotzdem bleibt die Frage:

Wissen wir  wirklich was kommt? Darf das nur von Infektionszahlen abhängen? Egal, ob Schule, Beruf, Gemeinde oder die persönliche Lebensplanung: Bestimmte „Eckdaten“, Termine, und Ereignisse sind vorgegeben. Daraus ergibt sich, was zu tun ist und wo es lang geht.  Dabei müssen wir immer wieder auch Entscheidungen treffen, ohne alle Einzelheiten zu kennen. Wohin führt unser Weg in den nächsten Monaten?

Da hatte  Petrus  eine gute Idee. Nein, es ist nicht der mit dem Wetter, sondern der, welcher mit Jesus unterwegs war. Also, Petrus  fragt Jesus und hat auch sofort die Antwort: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens!“ (Johannes 6, Vers 67) Das ist entscheidend: Ich bin nicht nur auf meine eigenen Ideen angewiesen. Zur Planung und Gestaltung des Lebens brauche ich auch die Bibel mit den Worten von Jesus.

Heinz-Günther Brinken

 

 

 

 

Andacht KW35

Die Zukunft gewinnen

„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst kriegen wir eine, die wir nicht wollen“  Ein guter Gedanke, oder?  Aber die Zukunft ist dann doch  unsicher, vor allem: Wer hat eine gute Erfindung dafür?

Auffallend: Gott unser Schöpfer hat uns vor allem mit Wahrnehmungssinnen für die Gegenwart ausgestattet. Die Zukunft? Das eine oder andere müssen wir sicher vorplanen und vorsorgen. Aber tatsächlich bleibt uns die Zukunft verschlossen.

Und das ist gut so. Wenn Sie im Voraus wüssten  welche Nöte und Probleme sie erwarten, dann wäre damit Ihre Gegenwart belastet. Die Angst vor der Zukunft würde Sie lähmen.

Die Zukunft gewinnen Sie also heute – Im Blick auf die Güte Gottes. Im Psalm  37 wird das so gebetet: „Vertraue Gott dem Herrn deine Lebenswege an, er wird es wohl machen“. Übrigens, der Satz mit der zu erfindenden Zukunft stammt von Joseph Beuys. Ich fand ihn auf einem Informationsblatt zu einem Senioren-Wohnprojekt in einem Mehr-Generationen-Haus. Gottes Güte und Fürsorge gibt uns Raum für Phantasie und Kreativität. Im Leben mit Vertrauen auf Gottes Führung kann einfach keine Langeweile aufkommen. Und Gelassenheit können wir ebenfalls empfangen.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW34

Sicher? Tod-sicher! Oh, was habe ich gesagt? Naja, stimmt eigentlich: Nichts ist so sicher wie der Tod. Eine Binsenweisheit. Aber es ist uns oft nicht bewusst. Gewesen. Ja, liebe Mitmenschen der Verbandsgemeinde, ich denke, dass diese üble und alle belastende Pandemie uns doch auch etwas gelehrt hat: Zu wissen und in dem Bewusstsein zu leben: Im Grunde ist nichts im Leben sicher. Täglich, stündlich, minütlich kann alles anders werden.

Andersherum ausgedrückt: „Auf die Unsicherheit unserer Zukunft können wir uns verlassen.“ (Fred Ammon)

Fatalismus? Nein. In der Kirche beobachte und erlebe ich eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit dieser Erfahrung und in der Fähigkeit, Unsicherheiten auszuhalten. Mag auch alles wanken und schwanken: Christen finden einen festen Halt in Jesus Christus. Für sie gibt es außer dem Tod noch eine Sicherheit und sie ist eine ganz anders geartete, eine, die die Seele leicht und froh werden lässt: Jesus hat alle Bedrohungen und Übel dieser Welt hinter sich gelassen und versprochen, alle Menschen zu sich zu ziehen, die zu ihm gehören möchten.

Für diese Zukunft müsste der Autor Ammon glatt das Gegenteil formulieren: „Auf die Sicherheit einer ewigen Zukunft bei Gott können sich Christen verlassen.“ Was auch kommen mag. Sicher? (Über-)Lebenssicher! Dass Sie dahingehend auf Nummer Sicher gehen, wünscht Ihnen Pfarrerin Anja Karthäuser

 

Andacht KW33

"Halleluja hat praktische Folgen"

Da stehen kluge und frommen Männer herum und führen eine hitzige Diskussion mit Jesus. Alles ging durcheinander. Einer der Männer hatte aber dann doch den Durchblick und stellte die wichtige Frage: Was ist das höchste und wichtigste Gebot?

Die Antwort ist einfach: Jesus schlägt die Bibel auf und wiederholt, das, was Gott vor langer Zeit uns Menschen als Lebenskonzept vorgegeben hat:

"Du sollst Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft." "Liebe deinen Nächsten, so wie du dich selber liebst".

Die Liebe zu Gott ist die Quelle des Lebens für uns. Martin Luther hat den Glauben an Jesus Christus gerne mit einem brennenden Feuer verglichen. Wenn das Feuer echt ist, gibt es Licht und Wärme ab. So ist das auch mit dem Glauben. Wenn er echt ist, bringt er Taten hervor. Und darum ist das Gebot der liebevollen Zuwendung zu den Menschen unlösbar damit verbunden. Darum geht es jetzt um die tätige Liebe.

Also gilt: Unser Halleluja zur Ehre Gottes hat hilfreiche Folgen.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW32

„Mit dem Heiligen Geist rechnen“

Um einen reichen Mann mit  17 Kamelen und drei Söhnen hatte ich letzte Woche an dieser Stelle geschrieben. Nach seinem Tod hatte das Testament eine unlösbare Aufgabe: . Der älteste Sohn soll die Hälfte aller Kamele bekommen. Der zweite Sohn erhält ein Drittel und der jüngste ein neuntel aller 17 Kamele.

Die Söhne stellten bald fest, dass sich 17 weder durch zwei, durch drei, noch durch neun teilen ließ. Darüber gerieten sie in Streit. Sollte man die Tiere zerteilen? Oder gar miteinander um alles kämpfen? Keine Lösung in Sicht.

Was hätten  Sie den drei Söhnen geraten, als dieser komplizierte Erbfall letzte Woche im Mitteilungsblatt zu lesen war?

So ging die Geschichte weiter: Eines Tages kam ein Fremder auf der Durchreise vorbei. Die Söhne erzählten ihm ihren Kummer. Der überlegte eine Weile, dann handelte er. Der Mann stellte sein eigenes Kamel neben die anderen 17 Kamele. Da waren es nun 18. Jetzt konnte das Erbe geteilt werden.

Der älteste Sohn erhielt nun die Hälfte aller Kamele (neun), der zweite ein Drittel (sechs) und der jüngste Sohn ein neuntel (zwei).

Wie verblüfft waren die drei Söhne, als sie entdeckten, dass sie nur 17 Tiere verteilt hatten. Der Fremde aber ritt auf seinem Kamel davon, geleitet vom Dank der Brüder.

Ein Liedtext bringt es auf den Punkt:: „Gott spricht zu uns aus unzählbaren Welten, aus seinem Wort das uns die Richtung weist. Mit ihm zu gehen ist zwar kein Spaziergang, doch er uns aus dem Dunkel reißt. .“ Im Denken der Bibel geschieht dies als Wirkung des Heiligen Geistes. Mit ihm rechnen, heißt, ihn erbitten. In unseren Gottesdiensten werden Sie fündig.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW31

„Hoffen auf einen Geistesblitz“

Vor langer zeit gab es in Arabien einen reichen Mann. Der besaß 17 Kamele und hatte drei Söhne. Als dieser Mann gestorben war, hinterließ er ein merkwürdiges Testament. Er teilt seinen Söhnen die Kamele zu und ordnete folgendes an:

Der älteste Sohn soll die Hälfte aller Kamele bekommen. Der zweite Sohn erhält ein Drittel und der jüngste ein neuntel aller 17 Kamele.

Die Söhne stellten bald fest, dass sich 17 weder durch zwei, durch drei, noch durch neun teilen ließ. Darüber gerieten sie in Streit. Keine Lösung in Sicht.

Was würden Sie den drei Söhnen raten? Vielleicht  „so ungefähr“ aufteilen: acht, fünf, zwei und die restlichen zwei Kamele verkaufen? Oder alle 17 verkaufen und den  Erlös wie im Testament vorgesehen verteilen?   Aber das entspricht ja nicht dem Willen des Erblassers.

Selbst wenn Sie nicht in eine solche komplizierte Erbschaft verwickelt sind – andere Probleme des Lebens mit verschiedenen Lösungen stellen eine Art „Quadratur des Kreises“ dar. Ein rettender Einfall, am besten schnell und unkompliziert, wäre am besten. Aber der lässt auf sich warten. So auch hier in diesem Fall. Den „Geistesblitz“  mit der Lösung finden Sie hier in der nächsten Woche. 

Vielleicht müssten wir suchen im Sinne des folgenden Liedtextes:: „Gott spricht zu uns durch kleine Fingerzeige, durch Botschaften im Alltagsalphabet, durch Fügungen von irgendwo wie Zweige im Staub der Straße hergeweht.“„

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW30

Eigentlich hatte sie nichts zu lachen, die Freundin, mit der ich letztens telefonierte. Krebs, Behandlung in der Coronazeit, nicht abgeschlossen, Aussichten nicht rosig. Und trotzdem, sie war guter Dinge, irgendwie fröhlich und mit innerer Ruhe. Sagte mir, sie genieße jeden Tag. Obwohl sie sich über ihre Lage nichts vormache, entdecke sie immer etwas, woran sie sich freuen könne und wofür sie Gott dankbar sein könne.

Ist das eine besondere Begabung? Oder kann man das lernen? Haben wir es vielleicht ver-lernt, weil so vieles so selbstverständlich war und größtenteils noch ist? Wie kann man sie wieder aufwecken, die eingeschlafene Zufriedenheit, die träge Dankbarkeit Gott gegenüber, den verhangenen Blick für das Gute?

„Du, Gott, lässt Gras wachsen für das Vieh und Saat zum Nutzen der Menschen.“ (Psalm 104,14). Menschen der Bibel schauen aufs Detail und freuen sich daran.

„Sieh die Vögel unter dem Himmel, sie sorgen nicht“, ruft Jesus und lenkt den Blick auf Lebensfreude und dem dankbaren, vertrauensvollen Empfangen aus Gottes Hand. Das verheißene Land, in dem Israel schließlich sesshaft wird, ist schlicht, bildhaft und konkret „das Land, in dem Milch und Honig fließen.“ Das sind nicht große und allgemeine Begriffe wie Freiheit, Gesundheit, Sicherheit, Wohlstand, Wirtschaftswachstum. Die brauchen wir natürlich, wenn es um unser Zusammenleben, um Gesellschaft und Politik geht. Für unsere Lebensfreude und Dankbarkeit brauchen wir oft nur den ganz schlichten, aber sehr konzentrierten Blick auf das einzelne, auf das, was der Herr uns schenkt. Jetzt hier und heute. Gott sei’s gedankt, jetzt hier und heute. Viele Entdeckungen, gerade in dieser Sommer- und Ferienzeit, wünscht Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW29

„Ach, das passt ja zu dem Monat, in dem die Sommerferien beginnen“, haben sich die Theologen sicherlich gedacht, als sie den biblischen Monatsspruch für Juli ausgewählt haben:

„Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: 

Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. (1.Kö.19,7)

Urlaubszeit, Reisezeit – das passt… und dann kam Corona. Und der Monatsspruch stand längst fest. Er spricht jetzt neu zu uns, geht neu auf unsere Situation ein – und das ist es, was das Wort Gottes so lebendig macht!

…du hast einen weiten Weg vor dir: Das Gefühl eines langen Weges haben wir in dieser Zeit häufig. „Corona“ ist nicht vorbei und niemand weiß, ob oder wie lange wir mit diesem Virus leben müssen. Und auf welche Weise. Und ob es einen Impfstoff geben wird. Und wenn ja, wann. Wir brauchen einen langen Atem für den Weg, der vor uns liegt. Sein Ziel ist ungewiss.

Elia wusste auch nicht wie es weitergehen sollte. Sein Leben war akut bedroht, nicht durch einen Virus, sondern durch die Herrscherin, die ihn töten wollte. Ein weiter Weg…

Dieser Bibelvers sagt nicht nur etwas über Elia aus (und in der Übertragung über unsere Lage). Der Vers sagt auch etwas darüber aus, wie Gott der Herr ist und wie er an den Menschen handelt, die zu ihm gehören:

Gott schmiert Elia keinen Honig um den Mund, schleimt sich nicht ein, sondern spricht Klartext: Ja, das ist beschwerlich, anstrengend, nerven- und kräftezehrend.

So auch zu uns: Ja, das ist beschwerlich, anstrengend, nerven- und kräftezehrend.

Dabei bleibt er aber nicht stehen: Er lässt Elia nicht allein, sondern sorgt für ihn und stärkt ihn. Elia, so berichtet die Bibel, entdeckt neben sich „ein geröstetes Brot und einen Krug mit Wasser“ – und das mitten in der Wüste!

Welche Wegzehrung legt Gott Ihnen zu Füßen? Womit stärkt er Sie? Schauen Sie sich um, denn manchmal geht es uns wie Elia, dass wir erst darauf hingewiesen werden müssen. Sorgend und stärkend: So ist Gott!

Mehr noch: Er ermutigt Elia, die Herausforderung auf sich zu nehmen und den Weg zu gehen. Wie würde er es in vergleichbarer Weise zu Ihnen sagen? Ermutigend, so ist Gott! Verlassen Sie sich darauf! Gottes Segen für alle Wege wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW27

Ferienzeit, Urlaubszeit!

Urlaub? Was hast du vor? Keine Ahnung. Weiß nicht. Irgendwie… kann ja in zwei Wochen schon wieder alles anders sein. Das ist nicht lustig. Nach anstrengenden Zeiten nur schwankende Perspektiven – oder gar keine!

Nach Psalm 37,5 dichtete Paul Gerhard vor ca. 370 Jahren das Lied „Befiehl du deine Wege“. Von Corona wusste er noch nichts. Doch von den schrecklichen Kriegszeiten des 30-jährigen Krieges, auch von Krankheit und Tod, sogar in seiner eigenen Familie. Er textet – und viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, können es auch singen:

„Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“

ER, der die Welt schuf und in Händen hält, dieser barmherzige Gott, er wird schon Wege finden! Auch für diese Sommerzeit. Und warum nicht ihn einmal zu Rate ziehen: Was empfiehlst du mir? Wie und wo Urlaub machen? Worauf bei den Plänen achten, worauf auch mal verzichten, nach welchen Kriterien entscheiden, mögen die Vorhaben auch noch so unsicher sein. Sicher ist: ER kennt gute Wege, Wege die unserer Mitwelt und unserer Seele zugleich guttun.

Befiehl du deine Wege….Die Reisewege und -pläne und natürlich die Lebenswege auch!          

Bleiben Sie behütet auf allen Wegen wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW26

Gottes Nähe dreifach für uns!

„Im Namen Gottes: des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen! Mit diesen Worten beginnen alle unsere Gottesdienste? Wie wäre es wenn Sie diese Gedanken bei Ihnen zu Beginn des Tages aussprechen? Gott dreifach für uns da! Warum sollten wir uns mit weniger zufrieden geben?

Also gilt dieser Segenswunsch: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gegenwart des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“

Herzliche Grüße, euer Apostel Paulus aus Tarsus (2.Korinther 13,13.)

Andacht KW25

Termin mit Gott: Bei ihm zuhause !

 

Diesen Termin kann ich jeden Tag haben. Vielleicht am Morgen des Tages. Zeit zur Stille, für Gedanken aus der Bibel und das Gebet. Dieser persönliche Termin mit Gott ist wie die erste Seite einer Münze. Und nun geht es um die zweite Seite der Münze: Termin mit Gott gemeinsam gefeiert in der Gemeinde. Im Psalm 26 steht dazu: „Ich will den Herrn loben in den Versammlungen“. Einfach im Haus Gottes da sein und die Musik und die Bibelworte hören. Dieser gemeinsame Termin mit Gott verändert uns. Wir gehen anders mit unserem Alltag um. Wir empfangen Trost und Gelassenheit. Die Gemeinschaft im Haus Gottes, lange haben wir darauf gewartet. Jetzt ist er bald da: Der erste „echte“ Gottesdienst in der Kreuzkirche seit drei Monaten. Dabei bleibt uns zusätzlich das Internet-Erlebnis Gottesdienst erhalten. Wie gut, dass auf vielfältige Weise die Betzdorfer Kreuzkirche unsere geistliche Heimat wird und bleibt.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW24

Da ist er, der rostige Nagel in meiner Kellerwand. Nie wirklich beachtet. Jetzt, in dieser besonderen Zeit widme ich mich auch mal meinem Keller und mit Hilfe von lieben Menschen werden die Wände glatt und schön. Aber was ist mit diesem Nagel? Brauche ich ihn? Soll ich ihn entfernen? Man könnte ja mal was dranhängen.

Ich belasse ihn dort, verwahre ihn als meinen Notnagel. Für wenn mal wirklich nichts anderes mehr da ist zum Aufhängen. Als Reserve. Ansonsten zu nichts nütze.

Und dann beginnt er auf einmal zu sprechen: „Stell dir vor, ich wäre Gott!“

„Was?“ entgegne ich, „Du spinnst.“

Unbeirrt fährt er fort: „Oder dein Glaube.“

„Hey, was soll das?“ rufe ich, „Du bist ein Notnagel, sonst nichts.“

„Genau!“

Und jetzt begreife ich: Haben wir Gott und unseren christlichen Glauben einen Notnagel sein lassen? Jetzt in der Not, kehrten wir uns wieder hin zum Herrn. Unser Glaube erfuhr eine neue Intensität. Haben wir nicht gerade in der schweren Zeit mehr Gottes Nähe gesucht und mehr von ihr gespürt als in der unbeschwerten, selbstvergessenen Vor-Corona-Zeit?

Mein Keller-Notnagel und ich wurden uns einig und wir rufen allen Menschen der Verbandsgemeinde zu: Lasst uns Gott und unseren wiederbelebten Glauben gerade auch nach dem Lockdown nicht an den (Not-)Nagel hängen!

Pfarrerin Anja Karthäuser

 

 

 

Andacht KW23

Schon vergessen? Den Regenbogen meine ich.

Nein, den haben wir nicht vergessen. Neulich fuhr ich an einem Kindergarten vorbei, dessen Zaun gerappelt voll war mit bunten Regenbogengemälden. Und aus wie vielen Fenstern grüßten sie, als wir noch viel mehr zu Hause bleiben mussten! Auch jetzt noch schmücken sie manche Fenster und Türen.

Der Regenbogen, Zeichen der Hoffnung.

Schon vergessen? Der Regenbogen bedeutet noch viel mehr!

Zeichen der Freude? Ja, mit seinen bunten Farben. Wir lassen uns die Lebensfreude auch bei Einschränkungen nicht verderben!

Schon vergessen? Der Regenbogen bedeutet noch viel mehr!

Als Zeichen am Himmel war und ist er ein Zeichen des Himmlischen! Damals bei Noah und seiner Arche: Die Sintflut hatte fast alles Leben auf der Erde vernichtet. Doch Noah, seine Familie und die Tiere in der Arche hatten überlebt und nun waren die Überschwemmungen abgeflossen. Aber wie muss alles ausgesehen haben? Verwüstet von den Fluten, verdreckt, zerstört, durcheinander – wir kennen Bilder nach Hochwasser. Noah und seine Familie zurück auf Null. Wie sollte es weitergehen?

Da versprach Gott ihnen seine Treue: „Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier bei euch (…). Das ist das Zeichen des Bundes (…): Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken.“ (aus 1. Mose 9, 9-13) Der Regenbogen erinnert an Gottes Treue, auch und gerade, wenn das Leben noch wüst ist! Damals wie heute!

So wird dieses Zeichen irgendeiner Hoffnung auf einmal Zeichen einer begründeten und konkreten Hoffnung: Dass der zugewandte Schöpfer heilsam und bewahrend in seinem Werk wirkt. Zeichen seiner Treue.

So wird aus diesem Zeichen irgendeiner Freude auf einmal Zeichen einer begründeten und konkreten Freude: Dass der liebende Gott uns auch und gerade in schweren Zeiten immer wieder mit kleinen und großen Freuden beschenkt. Zeichen seiner Treue.

Ihn an der Seite zu haben, ist das Beste, was uns passieren kann.

Darum nicht vergessen: Den Regenbogen als Zeichen für Gottes Treue.

Und nicht vergessen: Dem treuen Gott mit Zeichen unserer Treue antworten!

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW22

Ein gasförmiges Wirbeltier?

Wenn Ihnen, etwa an der Tankstellen-Kasse, „Frohe Feiertage“ statt „schönes Wochenende“ gewünscht wird, dann gibt es etwas zu feiern: Weihnachten und Ostern, klar. Aber was ist mit Pfingsten ???

Einige wissen noch, dass Pfingsten eine Art „Geburtstagfeier“ für die Kirche ist. Tatsächlich wird uns im Neuen Testament erzählt, dass an Pfingsten der Glaube an Jesus neu angefangen hat. Und später sind daraus christliche Gemeinden entstanden. Entscheidend wichtig war uns ist bis heute das Wirken Gottes durch den heiligen Geist.
Heiliger Geist??? Frommes Gespenst? Oder ein Klosterlikör? Oder ein gasförmiges Wirbeltier?

Unsere Umgangssprache hilft zu verstehen, wer mit „Heiliger Geist“ gemeint ist. Jedes Kind weiß, das Mofas oder Autos ohne Treibstoff, sprich „Sprit“ höchstens bergab rollen können. Ohne Sprit keine Bewegung. „Sprit“ erinnert an das englische Wort „spirit“. Dieses wiederum heißt ins Deutsche übersetzt „Geist“. Es geht dabei um Antrieb, Bewegung und Wärme.

Und wenn Sie nun das Wort „heilig“ dazu nehmen, dann sind wir wieder beim Thema. Es geht um Antrieb und Wärme, welche Gott durch seine Nähe schenkt. Heiliger Geist ist zugleich die dritte Person Gottes. Damit spricht er Menschen an, damit sie an Gott glauben können. Sie können es selbst ausprobieren und erleben: in Ihrer oder evangelischen Gemeinde gleich um die Ecke, jetzt vor allem im Internet. Über „Kreuzkirche Betzdorf“ können Sie den Glauben an Jesus miterleben. .

 

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW21

Vom Himmel erzählen – gerade auch für Väter

Eine „Brücke für mehr Urlaub“– das ist der Donnerstag zehn Tage vor Pfingsten: „Christi Himmelfahrt“. Wenn es nicht der traditionelle Ausflug für Väter ist, bietet sich dieser Tag als Teil des Kurzurlaubes an.

Tatsächlich markiert diese Tag einen Brückenschlag besonderer Art: Denn mit der Rückkehr von Jesus zu Gott seinem Vater ging es erst richtig los. Denn Jesus erteilte seinen Nachfolgern den Auftrag von nun an „vom Himmel“ zu erzählen. Dadurch baut Gott eine Brücke zu uns von damals bis heute. „Vom Himmel erzählen“ geschieht in vielfältiger Form für Kinder, Väter, Mütter, Jugendliche. In persönlichen Gesprächen, in Bibel-Gesprächsgruppen und in den Angeboten der Jugendarbeit der christlichen Gemeinden. Und natürlichen in den Gottesdiensten, wo es mal sehr menschlich zugeht, aber immer auch „himmlische Stimmung“ aufkommt. Möglich wird dies, weil Gott uns durch die Ereignissen rund um Jesus seine himmlische Welt für uns öffnet. Damit wir schon jetzt mit Hoffnung, guten Maßstäben und vor allem sinnvoll leben können. „Christi Himmelfahrt“: Jesus hat sich nicht zur Ruhe gesetzt sondern hört Gebet und ist für uns da.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW20

„Froh zu sein bedarf es wenig ...“  sang meine Schwester als (vermutlich) 5-jährige vor über 50 Jahren ab und zu – mit Textlücken -vor sich hin. Irgendwo hatte sie dieses Lied gehört: „Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“

Wo und von wem dieser Liedvers stammt, weiß ich nicht. Aber jetzt ist er nun mal da. Genau passend in dieser Jahreszeit mit den vielen bunten Farbtupfern in der Natur. Und mittendrin haben wir genau im Mai zwei Sonntage mit den Überschriften „Jubilate“ und „Kantate“. Das heißt in Deutsch: Freut euch, jubelt und singt!

Es geht um den Grundton der Freude, welcher unserem Leben auch in Corona-Zeiten helfen muss. Die Frage ist: Wieviel brauchen wir, um froh zu sein? Eigentlich „einfach“, nur nicht nach der Methode „Zähne zusammenbeißen“. Sondern so, nach dieser „Methode“:: Ich hole tief Luft, halte inne und ich denke an ein Versprechen, das Gott gegeben hat. In der Bibel steht da zum Beispiel: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. So steht es im Neuen Testament:.2.Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7. Das können wir uns von Gott schenken lassen. Denn seit Ostern hat der Tod keine Zukunft mehr, das ist der Grund zur Freude.

 

Heinz

Andacht KW19

Geduld haben – wie geht das?

Geduld in aller Munde. Wir ersehnen die Normalisierung unseres Lebens. Und wünschen eine klare Begrenzung, bis wann unsere Disziplin im Corona-Szenario durchzuhalten ist. Wir würden uns gerne auf den nächsten Urlaub freuen, die Existenz gesichert wissen, wieder Gemeinschaft, Begegnungen und Feiern entgegenleben…Doch all das geht noch nicht, sonst gefährden wir die hart erkämpften Fortschritte, gefährden uns und andere. Wir brauchen Geduld, eine ganze Menge.

In einem Witz betet einer: „Herr, schenke mir Geduld – aber bitte schnell!!“

Ich erinnere mich an eine Episode aus der Kinderbuchreihe „Lars, der kleine Eisbär“: Als Vater Eisbär ihn zur Geduld aufruft, ist Lars ganz willig und bereit. Und dann heißt es: „Aber er wusste nicht, wie das geht, ‚Geduld haben.‘“

Wissen wir, wie das geht? Der Jakobusbrief der Bibel behauptet: „Glaube wirkt Geduld.“ So erlebe ich es tatsächlich: Menschen, die im Glauben an Jesus Christus fest verwurzelt sind, strahlen häufig mehr Geduld aus. Was am Glauben befördert das Durchhaltevermögen, die Geduld? Mögliche Antworten:

  • Wer sich Gott anvertraut, weiß sich bei ihm geborgen, auch und gerade in schwierigen Zeiten. Niemals allein. Niemals verloren.

  • Ein Lied singt davon: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.“ Zeit und Ewigkeit sind sein. Das relativiert unser eigenes Zeitempfinden.

  • Die Überzeugung, dass im Letzten alles in der Hand des guten Gottes liegt, hat zur Folge, dass ich nach dem Sinn und den Chancen suche, die Gott mir in und trotz der Krise bietet. Wozu kann ich diese Zeit in Gottes Sinne nutzen?

  • Wie ein guter Hirte führt der Herr durch finstere Täler. Seit Ostern trägt uns die Gewissheit: Er vermag auch aus dem finstersten Tal, dem Tal des Todes, hinauszuführen! Das schafft Hoffnung. Träumen und Vorfreude erlaubt. Hoffnung und Perspektive helfen zu Geduld.

  • Die Bibel ist voller Lobpreis auch in schwierigen Zeiten: Der Herr öffnet die Augen für das Gute inmitten der Krise. Lenkt den Blick auf die „Haben-Seite“ statt auf das Nichthaben, auf das schon Erreichte oder Bekommene statt auf das „Noch-Nicht“.

  • Der Schöpfer liebt das Lebendige, Christus ist Heil-and: Da weiß ich: Wenn ich zum Schutz vor Corona Einschränkungen in Kauf nehme, geschieht es zur Freude Gottes.

Vermutlich gibt es nicht die „Ein-und-alles-Antwort“, die für jeden und für die Lebensumstände eines jeden passend ist. Probieren Sie es aus, welcher dieser Impulse Ihnen den Geduldsfaden stärkt und Durchhaltevermögen und Zuversicht aufrecht hält. Oder gibt Ihnen Ihr Glaube und Ihr Gottvertrauen noch ganz andere Impulse? Gerne erfahre ich davon, denn ich bin überzeugt: Unser himmlischer Vater hat unvorstellbar viele Wege und Weisen uns zugute!

Pfarrerin Anja Karthäuser

 

 

 

Andacht KW 17 & 18

Lebenszeichen: Kreuz des Auferstandenen

Erich Kästner beschreibt in seinem „Eisenbahngleichnis“ das menschliche Leben als eine Reise: „Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit. Wir sehen hinaus und sahen genug. Wir fahren alle im gleichen Zug und keiner weiß, wie weit“. 
Das Leben ist also eine Reise ins Ungewisse, erst recht im April 2020.
Und trotzdem sind wir unterwegs, auch wenn wir zuhause bleiben müssen. Alleiun deshalb, weil die Zeit einfach weiterläuft.
Und so sind wir unterwegs „quer durch die Zeit“.

Da wir nun mal im Zug sitzen, gibt es eine wichtige Entdeckung, die nicht übersehen werden darf. Jedes Mal, wenn die Bahnlinie eine Straße kreuzt, können Sie dort ganz kurz ein Andreaskreuz sehen. Es sieht aus wie ein hochgestelltes X und warnt die Verkehrsteilnehmer vor den Zügen. Dieses Kreuz erinnert vom Namen her an einen Jünger von Jesus Christus. Es ist damit nicht anderes als das Lebenszeichen und der Hinweis auf Jesus. Dieses Lebenszeichen auf Ihrer Lebensreise ist eine Einladung: Machen Sie eine Reise in das „Land des Glaubens“. Sie finden es dort wo in der christlichen Gemeinde vom Evangelium erzählt wird. Das ist jetzt besonders einfach von zuhause aus möglich. Im Internet mit den vielen Informationen aus Betzdorf und Umgebung mit den christlichen Gemeinden. Und jede Woche frei Haus im Mitteilungsblatt. Jesus Christus, der Auferstandene schenke Ihnen seinen Frieden. Er sagt: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW16

Ostern: mehr als ein Frühlingsfest

Frühling. Wenn die ersten T-Shirts und Bermuda-Hosen auftauchen?. Die Bäume sind noch halb-kahl. Aber im Auto (ohne Klima) kommen Sie ins Schwitzen.: Dann ist Frühling?

Wenn in Prospekten und Supermärkten, Fahrräder, Tennisklamotten und Gartengeräte angeboten werden? Dann ist es der Frühling wirklich da? Ja wirklich, er ist da, weil es im Kalender gestanden hat. Und er kommt ohne Rücksicht auf Wetterlagen, Kontaktsperren und Gesundheitsgefahren.

Frühling: Aufatmen. Mehr Licht, Mehr Sonne. Es grünt und blüht. Hoffnung breitet sich aus - oder soll sich ausbreiten. Und Sie wissen dabei dass dies nicht nur für unsere Wohnungen oder den Körper alleine gilt. Sondern für unser Leben überhaupt. Ausgerechnet im Frühling 2020.

Da taucht ein Satz auf, welcher provoziert: „Wer zu Jesus Christus gehört, ist ein neuer Mensch geworden“. Frühling von innen heraus. Durch den Glauben an und das Vertrauen auf Jesus Christus. Dann verändern sich Schwerpunkte in der persönlichen Lebensgestaltung. Dann beginnt Hoffnung auch wenn viele Fragen bleiben.

Fragen Sie mal nach. Fragen Sie mal die, welche „sonntags in die Kirche rennen“ (und es zur Zeit nicht können). Die sind besser als Sie denken. Vielleicht wohnt in Ihrer Nähe jemand. Fragen Sie nach: Wie kann es „Frühling“ im Leben geben durch den Glauben?

Ostern war mehr als ein Frühlingsfest. Hoffnung die nicht stirbt, weil Jesus Christus auferstanden ist von den Toten.

Heinz-Günther Brinken.

Andacht KW15

Liebe Menschen ringsum in der Verbandsgemeinde!

Ein kleines Wunder möchte ich heute mit Ihnen teilen:

Wenige Tage vor Beginn der Corona-Krise.

Auf meinem Wohnzimmertisch steht ein dicker Postkarten-Kalender. Nein, eigentlich ist es kein Kalender mehr: ein Kalender aus einem anderen Jahr, von dem ich die Wochen und Monate abgemacht habe, um die kostbaren Postkarten verwahren zu können. Ab und zu nehme ich eine zum Verschicken. Ab und zu wechsele ich die obenstehende, wenn mir gerade danach ist oder so wie es schön zur Tischdecke passt oder je nachdem was mich gerade anspricht.

An diesem Tag dachte ich noch nicht an Corona. Das war fern, in China, eine Meldung unter vielen. Ich wollte einfach mal wieder das Bild auf dem Tisch ändern. Irgendetwas in mir ließ mich zögern. Ich wollte diese Karte nicht wegblättern. Ich riss sie ab und hängte sie nach kurzem Nachdenken für jeden sichtbar an meine Wohnzimmertür.

Darauf zu sehen: leuchtende Krokusse, die den vereisten Boden durchbrechen, den Frühling bringen, trotz unwirtlicher, lebensfeindlicher Umgebung.

Darauf zu lesen folgende Worte aus Psalm 27, Vers 1a:

Der Herr ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten?
Und dann brach Corona über unser Land und unsere Welt herein. Alles im Alltag umwerfend, beängstigend.
Und jeden Tag sehe ich mehrfach die Karte an meiner Wohnzimmertür.

Gott sei Dank!

Von Herzen wünsche ich Ihnen Ermutigung und Trost durch solche kleinen und größeren Zeichen dessen, der seine Welt liebt!

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW14

Jesus soll die Lösung sein?

Das ist eine „Wortspielerei“ mit dem Titel eines Liedes, welches in den Gottesdiensten zu Jahresbeginn gesungen wurden: „Jesus soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen“.

Was ist eine „Losung“? Im Lexikon werden mehrere Bedeutungen angegeben.
Die erste: Abfallprodukte von Hunden und Wildtieren, in welche man besser nicht hinein tritt.
Die zweite: Parole, militärisches Kennwort, als Hilfe zur Orientierung.

Das geht schon eher. Dann ist Jesus, sein Name und dann sind seine Worte wie ein Leitmotiv für das Leben. Am Anfang eines neuen Kalender-Jahres und auch eines Lebens-Jahres ist die grundsätzliche Frage wichtig. Auf wen verlasse ich mich in meinem Leben? Gerade auch jetzt. Im Frühjahr 2020

Aber was ist nun in all dem Stillstand und Kontaktsperren? Mittlerweile gibt es viele Initiativen, um mit Glockengeläut, Einladung zum Gebet sowie Gottesdiensten im Internet die Hoffnung und Stärke des Glaubens erklingen zu lassen.

Darum bietet sich die Wortspielerei an: Jesus soll die Losung und auch die Lösung sein. Das bedeutet: Ich orientiere mich an seinem Wort und seinem Leben wie es in der Bibel, im Neuen Testament aufgezeichnet ist. Ich kann alles, was das Leben anderer Menschen und mein eigenes Leben betrifft, Jesus Christus im Gebet anvertrauen.

Jesus Christus sagt: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich“! (Johannes-Evangelium) Wie gut, dass wir Hilfe haben, wenn Angst uns umzingelt! Angst-Riesen haben keine Chance mehr. Wir wünschen Ihnen trotz allem oder gerade jetzt erst recht Bewahrung und Frieden.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW 13

Es wird Zeit für die Samenkörner

 

Alles Gartenzubehör steht bereit. Und wenn dann endlich der Boden nicht mehr zu kalt ist, wird’s Zeit für die Samenkörner: rein in die Erde! Nun wachst mal schön.

Stichwort Samenkorn; dazu gehört dieser Satz:: "Ein Weizenkorn, dass nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, ob wohl es selbst dabei stirbt." (gesprochen von Jesus, siehe Johannesevangelium Kap. 12, 24).

Jesus spricht hier einen ganz normalen Vorgang aus der Natur an. Diesen Satz vom Weizenkorn wendet Jesus auf seine Person an. Jesus - der Sohn Gottes wurde von Menschen gefangen, geschlagen ans Kreuz genagelt, getötet und begraben. Dann blieb er für eine Zeitlang in der Tiefe und Dunkelheit des Todes. Am dritten Tage auferstanden von den Toten. Dann ist Ostern und neues Leben.

Zur Frühlingszeit werden viele Samenkörner in Erde gelegt. Dort sterben sie und verlieren ihre ursprüngliche Gestalt. Damit bringen sie aber neues Leben hervor. Dieser Vorgang ist Hinweis auf den Kern und das Geheimnis des christlichen Glaubens: Jesu Leiden, Sterben - seine Auferstehung. Jedes Jahr im Frühling ist dies Anlass zum Nachdenken und Feiern.

Der Frühling bringt zwei menschliche Grundbedürfnisse zum Ausdruck Aufräumen und Hoffnung. Diejenigen die sich mit ihrem Leben auf Jesus Christus einlassen machen die Erfahrung: Ihr Leben wird aufgeräumt. Schuld wird bereinigt, Zweifel und Verletzungen geheilt, - weil Jesus selbst erlitten hat die Schattenseiten des menschlichen Lebens. Und die zweite Erfahrung: Glaube wächst, Hoffnung breitet sich aus, weil Jesus vom Tod auferstanden ist.

Heinz-Günther Brinken

 

Passionsandacht

„Wer bleibt? Jesus Christus für unser Leben!“

Immer mittwochs in Betzdorf 4.,11., 18. + 25. März,19 Uhr. Gemeindehaus St.-Barbara-Straße.

Und am 1.April gibt es die fünfte Passionsandacht, dann in der Kreuzkirche.
Es sind fünf besondere Gelegenheiten, um „mitten im Alltag“ die Grundlagen des Glaubens zu bedenken mit Liedern und Lesungen aus dem Markus-Evangelium.

Einkehrtage in Rehe

Auch dieses Jahr finden die Einkehrtage wieder statt. 

Hier finden sie die Informationen und die Anmeldung dazu

Zu den Informationen

Glaubenskurs

Im Aufwind des Glaubens: „Behütet – umsorgt – gesegnet“

Jesus, seine Person, sein Tun und Reden bis zu seinem vorläufigen Tod betrachten wir in 4 Passionsandachten mit Texten aus dem Markus-Evangelium. Diese Gedanken aus der Passionsandacht werden dann vertieft im direkt anschließenden Glaubenskurs. Unter der Überschrift „Behütet – umsorgt – gesegnet“ helfen uns die Aussagen aus dem Psalm 23 zur Anwendung auf Jesus und unser Leben.

TERMINE: Mittwochs 4.,11., 18. und 25. März. 2020
ORT: Betzdorf, Ev. Gemeindehaus St.-Barbara- Straße.

Dieser Glaubenskurs beginnt um 19.00 Uhr mit der Passionsandacht. Anschließend, nach einer kurzen Pause, folgt um 19. 45 Uhr die Vertiefung des Themas aus der Andacht mit Informationen, Aktion und Gespräch bis ca. 20.30 Uhr. Leitung: Pfr. Heinz-Günther Brinken
Für die Teilnahme am Glaubenskurs ist wegen der Vorbereitung des Materials eine Anmeldung notwendig, bitte bis zum 28.Februar (Ev.Gemeindebüro (Tel.22231 / betzdorf@ekir.de) oder Pfr.Brinken (23680 / hgbrinken@gmx.de))

Abschied vom Gemeindegruß

Der Hauptgrund ist tatsächlich dieser: Wir müssen, um in Zukunft handlungsfähig zu bleiben, Einsparungen vornehmen, wo es eben geht und sinnvoll ist. Darum hat das Presbyterium beschlossen, neben anderen Maßnahmen den Gemeindebrief einzustellen und die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit neu zu organisieren. Die Planung dazu geschah in einer kleinen Arbeitsgruppe des Presbyteriums.

Bisher hatte sich der öffentliche Auftritt konzentriert auf dreimal im Jahr Gemeindebrief in Kombination mit Kurzinfos im Mitteilungsblatt. Jetzt gibt es eine andere Zeitstruktur, durch welche wir zeitlich näher dran an den Ereignissen sind. Beispiel: der Bericht vom Frauenkaminabend Ende Januar ist dann nicht erst zu lesen im Gemeindebrief Anfang Mai, sondern deutlich früher in den anderen Medien, welche wir nun (stärker) nutzen.

Und so haben wir die öffentlichen Auftritte der Kirchengemeinde geplant, nämlich schriftlich und persönlich.

schriftlich:

Im wöchentlichen Mitteilungsblatt der Ver- bandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain be- kommen Sie schon seit mehreren Jahren die aktuellen Informationen unserer Gemeinde in Kurzform. So wie bisher gibt es zusätzlich An- kündigungen von Sonderveranstaltungen, teilweise auch mit Bild. In Zukunft werden wir auch kurze Berichte mit Foto über wichtige Ereignisse aus dem Gemeindeleben einstellen. Die Seiten „Kirchliche Nachrichten“finden Sie immer nach den Meldungen aus Verbands- und Ortsgemeinden ungefähr ab Seite 18 des Mitteilungsblattes.

Natürlich kümmern wir uns auch um die Öffentlichkeitsarbeit in den Lokalteilen unnserer Zeitungen z.B. durch Einladung der Presse zur Berichterstattung bei Veranstaltungen.

Alle Informationen und Berichte, welche von uns (Mitarbeitende aus der Gemeinde, Pfarrpersonen und Büro) erstellt werden, erscheinen dann auf der Homepage und werden je nach Anlass und Bedarf auch als Infoblatt zu passenden Gelegenheiten verteilt.

Zur weiteren Zukunft: Wir haben auch die Idee, dieses schriftlichen Infos, welche sowieso erstellt wurden, als „Newsletter“ über die Homepage als kostenloses Abo anzubieten.

Darüber hinaus wird für die Zeit nach Mai 2020 ein Faltblatt mit allen Anschriften und Kontakten in Gemeinde und CVJM Betzdorf im Überblick vorbereitet.

Persönlich:

Die beste Öffentlichkeitsarbeit sind die persönlichen Kontakte. Dazu gehören zu- nächst einmal Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie Gottesdienste und Veranstaltungen der Gemeinde besucht haben. Wenn der eine E3-Gottesdienst gut und einladend war, dann wird es der nächste vielleicht auch sein: Sagen Sie es weiter!

Auch unser Besuchsdienstkreis ist Öffentlichkeitsarbeit in persönlicher Form bei den Seniorenbesuchen. Da wird ja auch erzählt von Gemeindeereignissen.

Im Blick haben wir auch den Betzdorfer Wochenmarkt. Vor einigen Jahren gab es in zeitlicher Nähe zu besonderen Gottesdiensten einen Infotisch mit persönlicher Betreuung. In der Zeit zwischen März und Oktober, ab und zu wäre das wieder eine gute Idee. Außerdem: ökumenische Kontakte in der Öffentlichkeit werden schon lange gepflegt in der Stadtbücherei und seit 2016 mit den ökumenischen Stadtgottesdiensten zweimal im Jahr.

 

Predigtplan

Der Predigtplan steht immer auch auf der Homepage. Wenn sie dem folgenden Link folgen, finden Sie ihn. 

Aktueller Predigtplan

Gottesdienste e3

Im Jahr 2018 begann dieses neue „Gottesdienstformat“. Kennzeichen für diese Gottesdienste ist „Ee“. Gemeint sind damit drei Merkmale dieser Gottesdienste:

„Echt,ehrlich,ermutigend“. Natürlich könnten Sie sich noch drei weitere positive Eigenschaften mit dem Anfangsbuchstaben E suchen. Diese Gottesdienste haben alle ein besonderes Thema und sie werden durch verschiedene Gruppen aus Gemeinde und CVJM gestaltet. Es ist außerdem ein Gottesdienst für „alle Generationen“.

Mit wenigen Ausnahmen (z.B. am 3. Mai) finden diese Gottesdienste in diesem Jahr am dritten Sonntag des Monats statt. Im Mittelpunkt stehen auch diesmal „Helden“. Es handelt sich dabei um Menschen aus der Bibel, welche ihre besondere Geschichte mit Gott gehabt haben. Und nun geht es natürlich darum, wie deren Glaubenserfahrungen uns zum Vertrauen auf Gottes Nähe ermutigen. Die Termine dieser Gottesdienste finden Sie auch im Gottesdienstplan. 

 

Neues Presbyterium

Wir brauchen keine Wahlen zum Presbyterium 2020

Schon Mitte November2019 war klar, das es in Betzdorf entgegen der Planung am 1. März 2020 in unserer Gemeinde keine Presbyteriumswahlen gibt.

Insgesamt 13 Stellen sind im Presbyterium zu besetzen und 11 Kandidatinnen und Kandidaten waren wiederholt und zum ersten Mal für diese Aufgabe bereit. Weil das aber nicht für eine Wahl ausreicht, hat der Kreissynodal-Vorstand des Kirchenkreises Altenkirchen beschlossen, dass ausnahmsweise in Betzdorf keine Wahl stattfindet und die 11 Kandidierenden damit als gewählt gelten. Das ist dann also das Presbyterium in seiner neuen Zusammensetzung, gültig ab 29. März 2020: Shahnam Ansari Pirsarei, Gisela Collins, Anke Enners-Vogel, Edith Krug, Heinz Günter (Heiner) Pfesdorf, Tobias Schmidt und Ingrid Weinkopf, alle aus Betzdorf. Reinhard Kölzer, Wallmenroth und Jan-Philip Stephan, Scheuerfeld. Mitarbeiterpresbyter/in: Katharina Rau und Eckart Weiss, Betzdorf.

Der Gottesdienst zur Einführung und damit der offiziellen „Inbetriebnahme“ des Presbyteriums für die neue Amtsperiode erfolgt am Sonntag, den 29. März um 10:30 Uhr in der Kreuzkirche. Außerdem werden die Presbyterinnen und Presbyter, welche nicht mehr kandidierten, mit Dank für die gemeinsame Zeit verabschiedet.

Andreas und sein Kreuz

Die einen Kreuze sind bekannt und beinahe schon alltäglich. Kreuze, welche am Weg, neben einer Straße oder auf einem Berg stehen: sei es in Wallmenroth, Bruche oder Scheuerfeld. Sie erinnern an besondere Ereignisse und weisen gleichzeitig hin auf Jesus Christus, welcher unseren Lebens- und Alltagsweg kreuzt. Zugleich ist es eine Einladung: Anhalten und Zeit finden zum Gebet.

Und das könnten Sie sogar an jedem Bahnübergang tun. Dort müssen Sie sowieso anhalten, wenn ein Zug kommt: Und bei Bahnübergängen ohne Lichtzeichen und Schranken zumindest kurz anhalten. Gekennzeichnet ist jeder Bahnübergang mit dem Verkehrsschild „Andreaskreuz“. Und dieses ist zugleich auch ein christliches Symbol.

Es sieht aus wie ein hochgestelltes X und warnt die Verkehrsteilnehmer vor den Zügen. Dieses Kreuz erinnert vom Namen her an einen Jünger von Jesus Christus, Andreas. Er war ein Bruder von Petrus und war später aktiv im Einsatz für den Glauben an Jesus Christus. Später wurde er als Märtyrer hingerichtet. Er wurde gekreuzigt, an einem Kreuz mit schräg stellten Balken. Daher hat das Verkehrsschild am Bahnübergang seinen Namen. Es ist darum nicht nur ein Warnsignal, sondern auch ein Lebenszeichen, der Hinweis auf Jesus. Dieses Lebenszeichen auf Ihrem Weg im Alltag ist zunächst eine Einladung zum Nachdenken, weil Sie vor dem Bahngleis sowieso anhalten müssen. Und da wir schonmal bei „Eisenbahn“ sind: Machen Sie doch eine Reise. Diesmal in das „Land des Glaubens“. Die Stationen dazu finden Sie dort, wo in unserer Gemeinde Betzdorf vom Evangelium erzählt wird. Gerade in den Monaten März bis Juni besonders häufig, mit den zentralen Ereignissen mit Jesus Christus für uns.

Praktische Ideen zum Umgang mit dem Kreuz von Jesus:

Diese bieten sich an ab dem Frühjahr. Die erste Idee: In der Natur im Raum Betzdorf finden Sie einen Platz wo ein Kreuz steht, vielleicht gibt es auch eine Bank in der Nähe.Die zweite Möglichkeit: Machen Sie einen kleinen Ausflug und fahren Sie zum Druidenstein (Herkersdorf) oder zum ehemaligen Kloster Marienthal (bei Hamm/Sieg). Dort finden Sie Kreuzwege, bei denen die Geschichte von Jesus im Bild dargestellt wird. Und dann gilt bei beiden Möglichkeiten: Nehmen Sie sich Zeit zum Nachdenken und Erinnern: Wer ist Jesus Christus? Seine Bedeutung für unser Leben ist größer als wir uns das vorstellen können. Schauen Sie immer mal wieder in unsere Angebote. Dort finden Sie die Möglichkeiten, in Gottesdiensten und besonderen Projekten fündig zu werden.

Heinz Günther Brinken

Partnergemeinde Dierberg

Nach dem 2. Weltkrieg haben die Kirchen in Deutschland Ost und West versucht Kontakte herzustellen. Der Gemeinde Betzdorf wurde Dierberg mit den Orten Banzendorf und Hindenberg (Brandenburg) als Patengemeinde zugewiesen.

Als ich im Dezember 1959 als Gemeindeschwester meinen Dienst begann, gehörte diese Verbindung zu meinen Aufgaben. Es gab 15 bis 20 Familien, welche durch Briefe und Päckchen persönlichen Kontakt hatten. Bei mir sammelten sich die Adressen und ich half, die Päckchen zu füllen.

Von 1973 bis 1975 war die Pfarrstelle in Dierberg unbesetzt. Nachdem Pfarrer Kuhnt uns in Betzdorf zu Besuchen in Dierberg ermutigt hatte, konnte ich im Mai 1975 auf Einladung von Frau Gabel, welche zum Kirchengemeinderat gehörte, nach Dierberg reisen. Dort besuchte ich alle Kontaktfamilien und überbrachte Grüße der Betzdorfer Familien.

Im Herbst 1975 zog Pastorin Roselt mit Burkhard ins Pfarrhaus. Zum ersten Gemeindefest 1976 war ich eingeladen und feierte mit der Gemeinde. In den Jahren darauf waren Frau Henrichs, Frau Diehl und Frau Walther meine Begleiterinnen und wir waren Gäste im Pfarrhaus. Ich kam seitdem jedes Jahr. Wir feierten zusammen unvergessene Gottesdienste, Gemeindefeste im Garten, Erntedankgottesdienste und Frauenstunden.

30 Jahre Kirche in Hindenberg

In Hindenberg trafen wir uns sonntags zum Gottesdienst in der Schule, für die Frauenstunde in der Kneipe. Daher wurde der Wunsch nach einem Gotteshaus immer deutlicher. Im Juli 1988 begann der Bau der Kirche. Am 3.September 1989 feierten wir die Einweihung, musikalisch vom Betzdorfer Kirchenchor mitgestaltet.

Im November 1989 kam die Wende. Auch danach war ich regelmäßig Gast im Pfarrhaus. Wir waren Patengemeinden. Später hieß es Partnergemeinden. Partner können sich trennen, aber Paten nicht. Ich habe der Gemeinde in Dierberg und Pastorin Roselt viel zu verdanken, vor allem, dass es im Reich Gottes keine Grenzen gibt.

Ursula Schüßler

Crea(k)tivkreis steigert Basarerlös und spendet

Der Creativkreis der ev. Kirchengemeinde Betzdorf hat den Erlös seines Adventsbasars deutlich steigern können. Insgesamt kamen bei dem zweitägigen „Adventsfestival“ im vergangenen November 6.300 Euro zu- sammen.

Das sind 700 Euro mehr als 2018. Bis auf eine Rücklage wurde das Geld wieder für wohltätige Zwecke gespendet.
Jeweils 500 Euro gingen an die Organisation „Open Doors“ (die sich für verfolgte Christen einsetzt), Augenarzt Dr. Schnell aus Waldbröl (der kostenlose Augen-Operationen in Entwicklungsländern durchführt), die Christoffel-Blindenmission, die Winterhilfe der Berliner Stadtmission, die Kindernothilfe für das afrikanische Patenkind und die Jugendarbeit des CVJM Betzdorf. Weiterhin erhielten jeweils 500 Euro Pastor Tha Than Hung für den Aufbau einer ev. Gemeinde in Vietnam, die beiden Kindertagesstätten „Haus der kleinen Füße“ und „Kir(s)chkern“ sowie die Palliativstation im Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen. Erstmals bekam das Schulprojekt der afrikanischen Partnergemeinde in Muku/Kongo eine Spende in Höhe von 500 Euro. Der Schulbesuch eines Kindes kostet dort umgerechnet 3 Euro monatlich, der Besuch einer weiterführenden Schule 5 Euro im Monat. Die verbliebenen 800 Euro des Gesamterlöses legte der Creativkreis für besondere Notfälle zurück.

Das in zahlreichen Arbeitsstunden für den Basar geschaffene reichhaltige Angebot umfasste wieder eine große Auswahl unter anderem an handgefertigten Basteleien und Strickwaren, Geschenkartikeln, Weihnachtskarten, leckeren Backwaren und hausgemachten Marmeladen, die sich neben dekorativen Adventskränzen und Adventsgestecken besonders gut verkauften. Der Basarkreis dankt allen Mitwirkenden, darunter den Kindergärten, Jugendgruppen, den Posaunenchören sowie allen Spendern, die dieses Adventsfestival möglich gemacht haben.

Wolfgang Stössel

 

Themenwoche "Was bleibt"

Für knapp sechs Wochen in der Passionszeit ist auf Initiative des kreiskirchlichen Ausschusses für Erwachsenenbildung die Ausstellung „Was bleibt.“ in unserem Kirchenkreis nebst einem umfangreichen Begleitprogramm zu sehen und zu erleben:

Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit ele- mentaren Fragestellungen des dritten Lebensabschnittes auseinanderzusetzen. Sie zeigt auf Schautafeln mit passenden Exponaten, woran sich Menschen erinnern, wenn sie auf ihr Leben zurückblicken – und was von ihnen bleibt.

Das Programmheft umfasst zusätzlich ganz verschiedene Angebote, für alle Altersstufen und Lebensphasen: Diskussions- und Gesprächsrunden, Liederabende/Konzerte, Schauspiel, Kinofilme, aber auch „Steingeschichten“, Bücherausstellungen, Infoabende (z.B. zu Patientenverfügungen, zum Wandel in der Bestattungskultur u.a.), Gottesdienste und Andachten in verschiedensten Formaten, Veranstaltungen mit Kindern oder Schülergruppen, eine Wanderung für Trauernde und vieles mehr. Anregend und bereichernd für alle Interessierten. Vieles davon findet in Betzdorf und Umgebung statt!

Das Heft ist an allen Gottesdienstorten sowie im Gemeindehaus auf dem Bühl und im Gemeindebüro zur Mitnahme ausgelegt, außerdem – bei kurzfristigen Veränderungen auch aktuell gehalten - auf der Homepage des Kirchenkreises www.kirchenkreis-altenkirchen.de zu finden.

Nach drei Wochen in Altenkirchen (26.2. – 18.3.) kommt die Ausstellung zu uns nach Betzdorf: Sie ist in der Ökumenischen Stadtbücherei (Decizer Straße 3) zu sehen von Donnerstag, 19. März bis Donnerstag, 9. April. Öffnungszeiten: Mo 15:00–18:00 Uhr, Di 10:00–13:00, Mi 13:00–18:00 Uhr, Do 15:00–19:00 Uhr, Fr 10:00–13:00 und 15:00–18:00 Uhr. Eröffnet wird sie am Donnerstag, 19. März, 18:30 Uhr bei einer Vernissage mit musikalischem Rahmenprogramm.

Die weiteren Veranstaltungsangebote sind an vielen Orten auf dem ganzen Gebiet des Kirchenkreises über die gesamte Ausstellungszeit, siehe Programmheft/Internet.

Jesus Christus bleibt. Das ganze Jahr

So wie er es schon zu seinen Lebzeiten unter Menschen getan hat. Erst recht jetzt im Erlebnis Gemeinde.
Die Gottesdienste an Weihnachten waren praktisch das Vorprogramm. Wenn Sie den Glauben an Jesus Christus und Jesus selbst kennen möchten, dann sind diese als eine Art „Demoversion“ ein guter Anfang. Aber für eine nachhaltige Lebensgrundlage brauchen Sie die „Vollversion“, was die Geschichte von Jesus betrifft. Dafür brauchen Sie Zeit, welche Sie sich nehmen müssen. Wir von CVJM und Kirchengemeinde nehmen uns die Zeit, um die Vollversion des Lebens von Jesus für Sie zu präsentieren.

Das geschieht genauso wie vergangenes Jahr in den Gottesdiensten und Projekten besonders in der Zeit von März bis Juni 2020. Darin sind enthalten folgende Festzeiten und Festtage:

Teil 1, mit dem Thema „Jesus am Kreuz“: Die Passionszeit mit den Andachten ab 4. März, Palmsonntag 5. April, Gründonnerstag, 9. April und Karfreitag, 10. April. Teil 2: „Jesus lebt!“ Das wird bedacht und gefeiert bei diesen Ereignissen: Ostern 12. und 13. April, sowie am 19. April ein besonderer „E3“ Gottesdienst mit den Konfirmanden, sowie „Kirche-für-Kinder“. Christi Himmelfahrt am 21. Mai und Pfings- ten am 31. Mai verdeutlichen, wie Jesus Christus hilfreich in unser Leben hinein- wirkt.